manisch depressiv

October 28, 2012Posted by Steini

 

Symptome der manisch-depressiven Erkrankung



Die Phasen der manisch-depressiven Erkrankung teilen sich generell in Niedergeschlagenheit und Euphorie auf. Oft wird die bipolare Störung mit Kreativität verbunden, es gibt viele erfolgreiche Menschen, die an der Krankheit leiden. Vor allem in der manischen Phase werden gesteckte Ziele mit einem hohen Engagement verfolgt. Allerdings ist eine Beschönigung der Krankheit nicht sinnvoll, denn sie kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.


Depressive Phase

Die Niedergeschlagenheit – also die depressive Phase – der bipolaren affektiven Störung ist gekennzeichnet durch die Depression. Gedrückte Stimmung und Hoffnungslosigkeit prägen diese Phase besonders stark. Den Betroffenen fühlen sich in der Regel antriebslos und können sich zu nichts aufraffen. Selbst beschreiben Erkrankte diese Phase als freudlose Zeit, die meist von Schlafstörungen (auch Durchschlafstörungen) geprägt ist.

Während dieser Phase leiden viele Betroffene an Appetitlosigkeit und es ist oft ein deutlicher Gewichtsverlust zu erkennen. Das Gesicht wirkt oft ausdruckslos und starr, viele Menschen mit der Erkrankung sprechen dann sehr leise und geben verzögert eine Antwort auf ihnen gestellte Fragen. Oft fehlt den Patienten das Selbstbewusstsein und sie quälen sich mit Selbstvorwürfen. Oft haben sie auch zwanghafte Gedanken, die sich mit dem Tod und dem Suizid (Selbstmord) befassen.


Manische Phase

Die euphorische (manische) Phase der bipolaren affektiven Störung ist das Krankheitsbild genau entgegengesetzt zur depressiven Phasen. Betroffene verspüren Lebenskraft und haben oft das Bedürfnis, etwas zu tun und sich auszuleben. Die Stimmung ist in der Regel gehoben, aber mit Reizbarkeit und möglichen Aggressionen verbunden. Antrieb und Energie sind stark gesteigert und trotz vermindertem Schlafbedürfnis fühlen sich die Betroffenen dennoch frisch und munter. Generell haben manisch-depressiv Erkrankte in der euphorischen Phase ein gesteigertes Redebedürfnis, sprechen lauter und oft auch schneller. Sie entwickeln für die Bedürfnisse und Gefühle ihrer Mitmenschen eine eher mangelnde Sensibilität. Oft verfügen sie in dieser Zeit über eine erhöhte Sinneswahrnehmung, allerdings sind auch Halluzinationen möglich. Vor allem während der euphorischen Phase zeigen Betroffene keine Einsicht, dass sie unter der manisch-depressiven Erkrankung leiden. Sie legen oft ein unkritisches und hemmungsloses Verhaltne an den Tag, sind impulsiv und in der Regel sehr spontan, was sich z. B. auch an einem Kaufrausch zeigen kann. Oft sind mansich-depressiv Erkrankte Menschen leichtsinnig und größenwahnsinnig, überschätzen sich selbst und ändern ihren Geschmack recht häufig (z. B. bunte, schrille Farben bei der Kleidungswahl). Meist besteht auch eine niedrigere Hemmschwelle und dafür ein hohes Selbstbewusstsein.

Oft ereilen die Betroffenen nach Abklingen der euphorischen Phase sehr starke Gewissensbisse. Meist beginnt hier wieder die depressive Phase. Wenn hier neu angehäufte Schulden, ein gekündigter Arbeitsplatz oder auch beleidigte Verwandte und Freunde aufeinander treffen, ist schnelle Hilfe durch Ärzte und Sozialpädagogen unumgänglich.


Hypomanische Phase

Eine abgeschwächte Form der Manie ist die so genannte Hypomanie. Das wichtigste Merkmal ist die gehobene Grundstimmung sowie ein gesteigerter Antrieb. Gleichzeitig kommt es zu sprunghaften Veränderungen im Denken, Unkonzentriertheit oder auch zu einer Veränderung der Psychomotorik. Das Selbstbewusstsein ist häufig gestärkt, allerdings sind Betroffene auch oft sehr risikofreudig und neigen zu Grenzüberschreitungen. In der Phase der Hypomanie ist die Leistungsfähigkeit sehr hoch.